Samariterbund Landesübung 2011
Arbeiter Samariterbund Wien probte für den Ernstfall

Wien, 15.10.2011
Am Freitag, den 14. Oktober 2011 kam es gegen 14.00 Uhr im Technikraum des Fortuna Seniorenwohnhauses Schlosspark in 1120 Wien, Khleslplatz 6 zu einem Austritt von Chlorgas.
Nach Alarmierung befanden sich somit Feuerwehr, Polizei und der Samariterbund Wien im Großeinsatz. Im weiteren Einsatzverlauf haben sich im Bereich der Feuerwehrzufahrt besorgte Angehörige versammelt und ein Kleinbus raste ungebremst in die Menge und somit gab es weitere zahlreiche Verletzte.
Während der medizinischen Erstversorgung der Verletzen langte ein weiterer Notruf in der Leitstelle des Samariterbundes Wien ein. Ein Arbeiter in der Riedelgasse 5-78 (Wohnheim ASBÖ), meldet, dass er und noch weitere Arbeiter verletzt seien und fordert Hilfe an.
In der Summe gab es also einen Massenanfall von Verletzten mit den unterschiedlichsten Verletzungsmustern und Personen die evakuiert werden mussten. Eine große Herausforderung für Manfred Führer, Hauptinspektionsoffizier (HIO) des Samariterbundes Wien, da hier vor allem Koordination gefragt war. Auch Samariterbund Rettungshundestaffeln mussten nachgerufen werden, da Bewohner im anliegenden Park von den Rettungskräften nicht gefunden werden konnten, …….
…, zum Glück – nur eine Großübung des Samariterbundes Wien
“Im Schlosspark FORTUNA wurden alle Erfahrungen von 40 Jahren Seniorenwohnen umgesetzt und das Seniorenwohnheim verfügt über die modernsten technischen Einrichtungen zur Sicherheit. Es war daher eine große Herausforderung für mein Personal und mich, aber auch ein großer Wunsch meinerseits, dieses Objekt mit einem großen Szenario gemeinsam mit Wiener Einsatzorganisationen zu beüben”, erklärt Karl Swoboda, Geschäftsführer der Fortuna und selbst Samariter.
“Die Wiener Landesübung wurde im Rahmen einer Projektarbeit von einem Projektteam vorbereitet. Entsprechend des aktuellen Landeseinsatzplanes soll alarmiert und Personal und Material je nach Bedarf und Erfordernis angefordert und eingesetzt werden. Im Rahmen der Übung sollten dabei die definierten und seit dem Jahr 2010 bestehenden Module bzw. Hilfseinheiten wie z.B. Technik, Logistik, Verpflegung, Doku-Team etc. unter Miteinbeziehung der Wiener Samariterbund Bezirksgruppen beübt und auf Ihre Einsatzbereitschaft überprüft werden”, sagt Oliver Löhlein, Landesgeschäftsführer des Samariterbund Wien.
Der Samariterbund Katastrophenhilfsdienst in Wien
Der Samariterbund Landesverband Wien und seine Gruppen haben den Katastrophenhilfsdienst (KHD) in Form von Modulen aufgestellt und ist für besondere Notfälle und Katastrophen-Situationen gerüstet. Der KHD ist also zu kleinen, flexibel und schnell einsetzbaren Einheiten zusammengefasst, welche kurzfristig Soforthilfe leisten können. Fundiertes Fachwissen, umfangreiche Erfahrungen in der Notfallmedizin und im Einsatz- und Rettungsdienst sowie Teamfähigkeit sind die Grundvoraussetzungen für unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter im KHD, sagt Peter Erdle, Katastrophenschutzbeauftragter des Samariterbundes Landesverband Wien.
Samariterbund Favoriten war natürlich auch mit dabei
„Da diese Samariterbund Hilfseinheiten/Module bis dato nur einzeln zum Einsatz gekommen sind, war daher beabsichtigt, dass der Samariterbund in Wien mit möglichst vielen Samariterbund Hilfseinheiten/Modulen und Bezirksgruppen das Zusammenspiel der Einheiten im Rahmen eines Großschadensereignisses übt. Der Schwerpunkt lag dabei den bestehenden Landeseinsatzplan und die Alarmierungskette und Zeiten zu überprüfen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Konzentration der Einheiten auf ihre Aufgaben zu lenken – es sollten dabei auch unsere Grenzen aufgezeigt werden. Jeder Übende sollte die Aufgaben der Module in Echtzeit kennenlernen und eventuell bei Interesse zukünftig bei einem Modul mitarbeiten können”, erklärt Thomas Kiesling, Projektleiter und Bereichsleiter Einsatz im Samariterbund Landesrettungskommando Wien.
Im Rahmen der Übung sollten verschiedene Einsatzszenarien sehr realitätsnahe geübt werden.
„Ziel war es, die Mitarbeiter an Situationen heranzuführen, die dem Ernstfall entsprechen. Wir wollten bewusst keine Schauübung, die bis ins Detail durchgeplant ist abhalten, sondern die Übenden unvorbereitet in verschiedene Szenarien senden und deren Reaktion und Arbeitsweise beobachten, bewerten und daraus lernen. Dazu gab es ein 10-köüfiges Team an Beobachtern, die die durchgeführten Maßnahmen überprüften und bewerteten. Auch wurden eigens zwei Sicherheitsoffiziere abgestellt, die auf die persönliche Schutzausrüstung zu achten hatten“, erklärt Alexander Prischl, Landesrettungskommandant des Samariterbundes in Wien.
Fehler dürfen passieren, denn wir wollen einen hohen Lerneffekt erzielen.
“Im Sinne einer Qualitätssicherung ist das Ziel das hohe Niveau der Einsatzvorbereitungs- und Einsatzführungsstruktur und die erzielte dichte Vernetzung innerhalb des Samariterbundes Landesverband Wien zu seinen ASB-Hilfseinheiten, zu den Wiener Samariterbund Gruppen, anderen Einsatzorganisationen und Behörden im Sinne eines optimalen Krisen-, Einsatz und Katastrophenmanagements zu erhalten und weiter auszubauen bzw. nachhaltig verbessern. Die im Einsatz gewonnen Erfahrungen garantieren die hohe Kompetenz unserer Mitarbeiter, erklärt Übungsleiter Wolfgang Zimmermann, Bundesrettungskommandant des ASBÖ.





