17. Oktober 2017 = Internationaler Tag gegen Armut

Samariterbund: Armut bekämpfen. Armut vermeiden.

Wien, 16.10.2017

Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut und soziale Ausgrenzung am 17. Oktober weist der Samariterbund auf die wichtige Rolle der Bildung in der Armutsbekämpfung hin, denn beinahe ein Viertel der EU-Bevölkerung ist von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht.

Jährlich am Welternährungstag am 16. Oktober macht der Samariterbund darauf aufmerksam, dass weltweit viele Millionen Menschen an Hunger leiden, und ruft gegen Lebensmittelverschwendung auf!

Armut ist nicht nur ein Verlust an Einkommen

Armut ist stets verbunden mit einem Verlust an sozialem Status. In der Geschichte der Armutsdiskurse werden seit jeher die jeweiligen VerliererInnengruppen eines grundlegenden sozialen Wandels für ihre verschlechterte ökonomische Lage selbst verantwortlich gemacht, beschimpft und abgewertet. In dieser Arena des Kampfs um Anerkennung kommen die Begleitfolgen sozialen Abstiegs zum Vorschein: soziale Disqualifizierung, verletzte Gerechtigkeitsgefühle, Ohnmachtserfahrungen, erklärt Peter Erdle, Obmann vom Samariterbund Favoriten.

Bildung ist ein Thema!

„Besonders Bildungsarmut ist ein gut dokumentiertes Phänomen: Mit Bildungsmängeln sinken die Jobchancen, es steigt die Arbeitslosigkeit und auch die Armutsgefährdung. Besonders dramatisch daran ist, dass Kindern aus armen Familien meist ebenfalls in der Schule schlecht abschneiden“, ergänzt Peter Erdle, Obmann vom Samariterbund Favoriten.

Zahlen-Überblick zu Armut und Verteilung in Österreich

Samariterbund Wien – aktiver Einsatz gegen Armut!

In Wien Leopoldstadt betreibt der Samariterbund das LernLEO; eine Einrichtung, in der Kinder von sechs bis 14 Jahren kostenlos lernen können, unterstützt von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung, und deshalb brauchen auch alle Kinder dieselben Chancen in der Schule, erklärt Wolfgang Zimmermann, Landessozialreferent der Samariter in Wien.
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Ähnliches gilt auch für den Zugang zu neuen Medien: “Im Internetcafé ZwischenSchritt in Wien Simmering erhalten ehemals wohnungslose Menschen kostenlos Zugang zum Internet und die notwendige Unterstützung dabei. Das Internetcafé ZwischenSchritt schließt eine Lücke und schafft Chancen”, so Wolfgang Zimmermann weiter. Info

In unseren drei Wiener Samariterbund-Sozialmärkten können Menschen mit niedrigem Einkommen Dinge des täglichen Bedarfs kostengünstig kaufen. “Das laufende Warenangebot reicht von Brot, Milchprodukten, Teigwaren, Obst und Gemüse bis hin zu Hygieneartikeln. Die Preise liegen deutlich unter jenen des Diskonthandels, so wird das Haushaltsbudget etwas entlastet”; ergänzt Wolfgang Zimmermann. Info

Kaffee trinken, Erfahrungen austauschen: In der ‚Kommunikations-Ecke‘ des Samariterbund-Sozialmarkts erhalten Kunden in regelmäßigen Abständen Beratungen zu aktuellen Themen aus dem Bereich Soziales und Gesundheit.

Wohnungslosenhilfe: Der Samariterbund bietet Hilfe für obdachlose Menschen und engagiert sich schon seit vielen Jahren aktiv in der Wohnungslosenhilfe, ergänzt Wolfgang Zimmermann. Info

Dies sind nur einige Beispiele von vielen Projekten die der Samariterbund gegen Armut durchführt.

Auch Sie können helfen: Sammeln statt zu Hause lagern – und das für einen guten Zweck. In der Samariter-Box werden Kinder­spielzeug, Kinder­bekleidung und Sportartikel gesammelt. Info

Die Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs Wohlfahrtsprivatstiftung („Samariterbund Wohlfahrts-Stiftung“) hilft kranken Kindern (und Jugendlichen bis 16 Jahren) hilfsbedürftiger Eltern. Info

Armutskonferenz – Netzwerk gegen Armut

Die Armutskonferenz – soziale Organisationen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, die sich mit Armut und sozialer Ausgrenzung beschäftigen. Sie thematisiert Hintergründe und Ursachen, Daten und Fakten, Strategien und Maßnahmen gegen Armut und soziale Ausgrenzung in Österreich. Natürlich ist der Samariterbund auch mit dabei! Gemeinsam mit Armutsbetroffenen engagiert sie sich für eine Verbesserung deren Lebenssituation.

Bild: pixabay

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