Schmuser, Versteher und Animateure

Besuchshunde vom Samariterbund Favoriten im Seniorenheim

Wien, 13.06.2012

Wer als alter Mensch ins Seniorenheim zieht, muss vieles zurücklassen – oft auch das geliebte Haustier. Dabei ist es schon lange nichts Neues mehr, dass Tiere einen ausgesprochen positiven Effekt auf alte Menschen haben können. Am 12. Juni 2012 waren unsere Samariterbund Besuchshunde aus Favoriten waren wieder einmal bei der Fortuna Gartensiedlung in Wien Leopoldau! Gartensiedlung FORTUNA.

Hier gibt es etwas Außergewöhnliches:

Reihenhäuser für Senioren, dazu auch Appartements. Fernab vom Trubel, mitten im Grünen lebt man in angenehmer, entspannter Atmosphäre. Die Stadt Wien unterstützt Sie dabei, nicht nur für den Bereich der Pflege, sondern in diesem Hause auch im Bereich des Wohnens. Und natürlich auch der regelmäßige Besuch der Samariterbund Besuchshundestaffel Favoriten!

„Ein Besuchshund ist nicht dasselbe wie ein Therapiehund“,

… erklärt Peter Erdle, Projektleiter für den Samariterbund Besuchshundeeinsatz. Im Rahmen der „Tiergestützten Aktivität“ besuchen unsere ehrenamtlichen HelferInnen mit ihrem Hund eine soziale Einrichtung, weil der Kontakt zu dem Tier älteren Menschen, Kindern oder Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen in vielerlei Hinsicht gut tun kann.

Anders als ein Therapiehund werden die Hunde jedoch von fortgebildeten Laien geführt und nicht in einen Therapieablauf integriert. Der Besuch eines Hundes ist eine individuelle, offene Begegnung zwischen Mensch und Tier und hat kein vorbestimmtes Therapieziel. Ein Besuchshund ist also ein „Familienhund“, der zusammen mit seinem Halter oder seiner Halterin regelmäßig, meist einmal die Woche eine soziale Einrichtung besucht.

Der direkte Kontakt zwischen Hund und Senioren ist besonders motivierend und schön für die Besuchten.

Mit kleinen Belohnungen werden Cindy, Darios und Hanny bei Laune gehalten, wenn viele Hände über sein Fell streichen. Für die Senioren ist dies absolutes Highlight, die Besuchshundeführer achten jedoch genau darauf, wann dem Hund das Streicheln zu viel wird und regeln es so, dass der Hund nicht überfordert wird. Natürlich gibt es auch kleine Kunststücke und Vorführungen.

Die Anforderungen an einen Besuchshund richten sich in erster Linie nach dem, was von ihm erwartet wird. Der Mensch und nicht der Hund macht den Job beim Besuchsdienst. Er hilft seinem Besitzer, indem er die Brückenfunktion übernimmt. Er fungiert als Türöffner oder Eisbrecher. Durch Blickkontakt, Streicheln oder Lächeln tritt der Mensch in eine Beziehung mit dem Hund.

Über einen Hund zu sprechen, fällt ihm oft leichter als über sich selbst. Er kann bei körperlicher Aktivierung helfen. Eine stimulierende Funktion ist zum Beispiel sein weiches, warmes Fell zu Streicheln. Der Hund kann helfen, die Stimmung aufzuhellen. Er kann kognitive Prozesse fördern, indem sich die Patienten an Hunderassen, Hundenamen oder Erlebnisse mit Hunden erinnern müssen.

Impressionen