Einsatzübung “Schiffsevakuierung” erfolgreich absolviert
Samariterbund Favoriten war mit dabei und übte für den Ernstfall

Wien, 30.03.2010
Am 26. März fand am Vormittag eine Einsatzübung der Stadt Wien im Hafenbecken des Freudenauer Hafens statt. Angenommen wurde, dass ein Passagierschiff manövrierunfähig an einen Brückenpfeiler treibt und die an Bord befindlichen 200 Personen evakuiert werden müssen. Hauptziel war die Koordinierung und Abstimmung der verschiedenen Einsatzorganisationen.
An der Übung nahmen unter anderem die Wiener Berufsfeuerwehr (MA 68), das Sanitätsteam Wien (Wiener Rettung, Rotes Kreuz, Arbeiter Samariterbund, Malteser und Johanniter), das Militärkommando Wien, die Bundespolizeidirektion Wien, die Wasserrettung, der Wiener Hafen, das Veterinäramt (MA 60) und der ÖAMTC teil. Koordiniert wurde die Aktion unter der Leitung der Magistratsdirektion Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen. Vom Samariterbund Wien war in der Übungsleitung Wolfgang Zimmermann, der neben der Übungsvorbereitung unter anderem für die Dokumentation, Evaluierung und Ausbildung des Sanitätsteams zeichnet.
Nach einer Alarmierung über die Samariterbund Rettungsleitstelle Wien wurden die Einsatzkräfte zum Schadensort beordert. Stefan Grasel koordinierte vor Ort als Hauptinspektionsoffizier (HIO) erfolgreich die Maßnahmen des Samariterbundes und war als Leiter Transport eine wichtige Schnittstelle zum Leitenden Notarzt der MA 70 – Wiener Berufsrettung. Zwei Sicherheitsoffiziere am Landungssteg und in der SanHiSt achteten darauf, dass alle Sicherheitsvorschriften von den Teilnehmern eingehalten wurden. In Summe waren neun Einsatzfahrzeuge, 23 Rettungs- und NotfallsanitäterInnen und ein Hauptinspektionsoffizier (HIO) im Einsatz.
Landesrettungskommandant Alexander Prischl und Landeskatastrophenschutzreferent Peter Erdle (Obmann Samariterbund Favoriten) waren bei dieser Übung als Beobachter dabei und konnten von einem speziellen Platz aus die Abläufe der Hilfsmaßnahmen verfolgen.
Insgesamt nahmen über 300 Personen an dem Szenario teil, 70 Mann stellte alleine die Feuerwehr. Auch kamen 50 Einsatzfahrzeuge, zehn Boote, zwei Schiffe und drei Hubschrauber zum Einsatz. Die Koordinierung und Abstimmung der verschiedenen Einsatzorganisationen wurde nach internationalen Standards erfolgreich absolviert. Die Ergebnisse der Einsatzübung werden zu einer noch besseren Kommunikation zwischen den Einsatzkräften beitragen. Die Probe für den Ernstfall endete gegen 12.15 Uhr.
Fazit: Alle Einsatzorganisationen sind für solche Einsätze personell wie materiell gut vorbereitet und die Alarmierungskette über die Leitstellen hat gut funktioniert. Die Abwicklung des Einsatzes erfolgte aufgrund der guten Zusammenarbeit kollegial, ruhig und kompetent. Erkenntnisse und Verbesserungsvorschläge werden in der Evaluierung festgehalten und bei zukünftigen Ausbildungen in den Einsatzorganisationen aufgearbeitet.
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