Ehrenamt steht hoch im Kurs
44 Prozent aller Österreicher zeigen Engagement

Wien, 04.01.2011
Das Jahr 2011 wurde von der Europäischen Kommission zum „Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit – EJF 2011“ ausgerufen. Damit soll u.a. das öffentliche Augenmerk auf die Bedeutung der durch ehrenamtliches und freiwilliges Engagement erbrachten Leistungen gerichtet werden.
Zu diesem Zweck wird eine EJF-Europa-Tour-2011 durch die Hauptstädte aller Mitgliedsstaaten organisiert, die von 25. bis 27. Jänner 2011 in der Volkshalle des Wiener Rathauses haltmachen wird, und bei der Österreichs Freiwilligenorganisationen sich und ihr Angebot präsentieren werden. Der Themenschwerpunkt „Sport, Umwelt und Blaulichtorganisationen“ ist für den 27. Jänner 2011 (den 3. Tourtag) vorgesehen. Schauen Sie vorbei! Wo Sie uns finden können sehen sie hier
Am Mittwoch, den 26. Jänner, um 19.00 Uhr diskutiert der Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, Franz Schnabl, gemeinsam mit anderen Experten zum Thema „Ehrenamt bei Blaulichtorganisationen – der Weg in die Zukunft“ im Wappensaal des Wiener Rathauses
Freiwilliges Engagement ist eine besonders wichtige Säule jeder funktionierenden Gesellschaft!
Für den Samariterbund Favoriten Anlass, um einen ersten Blick auf das Ehrenamt, dem das heurige Jahr gewidmet ist, zu werfen. So engagieren sich laut einer aktuellen Umfrage 44 Prozent aller Österreicher ehrenamtlich. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern liegt Österreich damit im Spitzenfeld, liegt der Durchschnitt in den EU-Staaten doch bei nur 23 Prozent. Freiwillig. Etwas bewegen! Eine Tour durch alle Formen und Facetten von freiwilligem Engagement in Österreich.
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Mit 517.000 ehrenamtlich tätigen Personen rangiert in Österreich der Bereich Kunst-Kultur-Unterhaltung auf dem ersten Platz, gefolgt von rund 475.000 im Spektrum Sport und Bewegung. Auf Platz drei findet sich mit etwa 430.000 Freiwilligen der kirchlich-religiöse Bereich, von den Pfarrgemeinderäten bis hin zu Frauen-, Männer- und Jugendorganisationen. Platz vier erobern die rund 413.000 Ehrenamtlichen im Bereich der Katastrophenhilfe, der Feuerwehr und der Rettungsdienste.
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Die rund drei Millionen ehrenamtlich tätigen Österreicher investieren pro Jahr rund 720 Millionen Stunden. Dies entspricht der Arbeitsleistung von rund 400.000 Vollzeitbeschäftigten. Müsste dafür bezahlt werden, fielen Lohnkosten von 16 Milliarden Euro an.
Mehr Engagement bei Menschen mit höherer Bildung.
Auffällig ist, dass sich Menschen mit höherer Bildung deutlich stärker freiwillig engagieren als jene mit niedrigeren Bildungsabschlüssen. So beträgt die Freiwilligenquote bei Menschen mit Pflichtschulabschluss etwa 33 Prozent, bei Menschen mit Hochschulabschluss jedoch rund 54 Prozent. Personen mit hohem freiwilligem Engagement kommen vor allem aus der sozialen Mittel- und Oberschicht. Menschen mit höherer Bildung engagieren sich deutlich häufiger ehrenamtlich als Menschen mit niederen Bildungsabschlüssen. Nach Bundesländern gereiht sind in Sachen Ehrenamt Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich und Vorarlberg Spitzenreiter. Schlusslichter sind Wien und Salzburg
Im Gegensatz zu einschlägigen Vorurteilen liegt die Freiwilligenquote bei Jugendlichen nicht unter der Gesamtquote. 44 Prozent der 15- bis 19-Jährigen engagieren sich ehrenamtlich – dies entspricht genau dem Gesamtschnitt. Bei Jugendlichen zeigt sich jedoch ein Trend in Richtung zeitlich begrenzter Initiativen, Projekte und selbst organisierter Gruppen. Dies lässt immer mehr traditionelle Organisationen über Nachwuchssorgen klagen.
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