2010 – Europäisches Jahr der Armutsbekämpfung

Samariterbund nimmt zum Thema klar Stellung und bringt sich voll ein

EU-Jahr-2010-Armut

Wien, 09.10.2009

Das im Jahr 2000 von den Staatschefs gegebenen Versprechen, bis 2010 einen entscheidenden Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten, wurde bislang weit verfehlt. Nicht zuletzt aufgrund des unablässigen Lobbying und der Kritik des Europäischen Armutsnetzwerks EAPN wird die EU 2010 als Europäisches Jahr der Armutsbekämpfung ausrufen.

Dabei sollen die Realitäten von mindestens 80 Millionen Menschen, die in der EU von Armut und Ausgrenzung betroffen sind, deutlich gemacht werden, insbesondere aber an die bereits 2000 abgegebenen Verpflichtungserklärung aller Mitgliedsstaaten bis 2010 einen ‚entscheidenden Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten“, erinnert werden. Entsprechende Veranstaltungen, Studien und Kampagnen sollen sowohl auf EU als auch auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene forciert werden.

Samariterbund nimmt sich dem wichtigen Thema Armut bereits seit Jahren an

Der Samariterbund setzt laufend Zeichen und bringt sich überall dort ein um diese Situation zu verbessern. Beachte man nur die Entwicklung der sozialen Dienste, also immer mehr Menschen die auf Sozialorganisationen wie dem ASBÖ bereits jetzt angewiesen sind; und es werden immer mehr.

“Die Armutsbedrohung breiter Schichten auch des Mittelstandes ist eines der großen sozialen Probleme unserer Wohlstandsgesellschaft. Wichtig ist es einen umfassenden und systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich zu haben.

“Wir müssen wissen und vermitteln was Ursachen und Folgen der Armut, wobei man zwischen Risiken (z. B. Geschlecht, Alter, Bildungsdefizite, Migration), Erscheinungs- und Bewältigungsformen differenzieren. Themenschwerpunkt bilden die bestehenden und zukünftigen Instrumente der Armutsbekämpfung in Form von Initiativen privater und öffentlicher Träger”, erklärt Wolfgang Zimmermann, Bundesrettungskommandant des ASBÖ und Landessozialreferent vom Samariterbund Landesverband Wien.

Eine bestmögliche Kooperation und Unterstützung hat Bundesrettungsrat Wolfgang Zimmermann auch Sozialminister Hundstorfer zugesichert. Dahinter stehen auch zig-tausende Samariterinnen und Samariter aus ganz Österreich.

Kinder und Armut

Ein aktueller Bericht der OECD (”Doing better for children“) zeigt, dass zwar die Armutsquote von Kindern und Jugendlichen in Österreich im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich hoch ist, dafür das Wohlergehen (”Well-Being”) geringer ausgeprägt ist, wie auch in der Österreich-Analyse zu lesen ist:

“Österreich gibt deutlich mehr Geld für Kinder und Jugendliche aus als die meisten anderen OECD-Länder und trägt damit zu einer vergleichsweise guten finanziellen Ausstattung von Familien und Kindern bei. Es gelingt Österreich aber schlechter als anderen OECD‐Ländern, Chancengleichheit für Kinder herzustellen.

Auch in anderen Bereichen sind die Lebensbedingungen für Kinder unbefriedigend (…) Trotz der großzügig bemessenen Mittel und des materiellen Wohlstands, schneidet Österreich bei der Herstellung von Chancengleichheit in Form eines gleichwertigen Bildungserfolgs deutlich schlechter ab als die meisten anderen OECD-Länder.”

Maßnahmen mit Nachhaltigkeit sind gefragt!

Die Überwindung von Armut gilt daher als Grundvoraussetzung für nachhaltige Entwicklung, welche die Lebensqualität der gegenwärtigen Generationen sichern will, ohne künftigen Generationen die Möglichkeiten zur Gestaltung ihrer Zukunft zu nehmen. Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung spielt dabei die UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014).

Armutsbekämpfung ist eines der Millennium Development Goals, auf die sich alle Mitgliedsstaaten der UNO geeinigt haben, um eine zukunftsfähige und nachhaltige Weltentwicklung zu gewährleisten. Diesem Ziel widmet sich auch die Zweite Dekade der Vereinten Nationen für die Beseitigung der Armut (2008-2017).

Auf EU-Ebene sind die Lissabon-Strategie sowie die EU-Nachhaltigkeitsstrategie wichtige Eckpfeiler bei der Bekämpfung des inakzeptablen Ausmaßes an Armut und sozialer Ausgrenzung. Auch die Österreichische Nachhaltigkeitsstrategie (2002) nennt als ein Ziel die Armutsbekämpfung.

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